Montag, 31. März 2008

Maido - Roche Plate - Trois Roches - Marla

Die aktuelle Erfahrung zeigt: Man kann auch eine Nacht auf einer Noir-et-Blanc-Party durchmachen und dann morgens um fünf mit Zelt, Rucksack, Verpflegung für vier Tage, und so weiter zu Maido starten und anschließend acht Stunden laufen, sprich zehn Stunden später ins Bett fallen... Geht aber nur im Mafate, denn da sind Endorphin- und Adrenalinkicks quasi gratis dabei =)



(Frühmorgens ging es los... den Bus haben wir trotzdem verpasst... also im Sonnenaufgang von Kaff zu Kaff trampen, und einen letzten Blick aufs blaue Meer werfen...)



(Maido! Endlich oben! Leichte Wolken, die sich später aber wieder verzogen haben, wundervoller Blick auf den gesamten Mafate (hier: Norden) und wundervolles Wanderwetter)

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(1. Ilet a Orangers, 2. Mafates Berggipfel im Norden, 3. erster Blick Richtung Süden, das Tagesziel immer in Sicht)


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(Mafate, Mafate, Mafate, lustige Gewächse, verrückte Bergformationen und endlich mal eine gute Wanderwegbeschriftung: zumindest weiß man so mal, wie weit man gradde ist... hoch ist das allerdings wohl eher frustrierend..)

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(Der Bronchard, platter Bergstumpf über Roche Plate, von hier aus haben die geflohenen Sklaven die Bewegungen ihres Verfolgers - Bronchard - im Mafate beobachtet)


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(1. Endlich: zumindest schonmal eine verblühte, Früchte tragende Agave - ein paar Tage später sollte es die erste blühende sein, 2. der erste Blick von unten auf Trois Roches, 3. wo ist die Fliege?, 4. mein ... äh ... "Wanderweg"...)


(zerfurchte Berge, "sportliches Auf und Ab, teilweise so steil, dass wir unsere Hände zu Hilfe nehmen müssen"... aber faszinierend schön! (hab ich das schonmal gesagt? Nicht lachen! Schaut euch das euínmal selbst an, dann wisst ihr, wie genial beeindruckend das vielleicht baldige Patrimoine Mondiale ist...)


(Die Klamm ist erreicht, ich hab mal über den Rand gespickelt, und eine leichte Höhenangst entwickelt... nur für absoluten Kletterprofis unter Führung zugänglich...)


(Trois Roches! Nach irgendwelchen dreien dieser vielen Findlinge benannt... erste wirkliche Flussüberquerung dieser Wanderung, kurze Badepause, und Wasserfall gucken, auch wenn man nicht viel sieht, wenn der Wasserfall einfach in einer Felsspalte verschwindet...)



(beeindruckend ist er trotzdem, vor allem wenn man hört, wie laut das Wasser tost und sieht, wie der Wassernebel um einen fliegt... auf rutschigen Vulkangesteinsplatten wagt man sich dann nur gaaanz langsam zur Klamm...)




(1. das Ziel noch immer vor Augen und dennoch ganz weit weg, 2. Lavastein, 3. der Piton)


(die Sonne verlässt uns langsam, und der Weg führt durch immer unheimlicheres Gelände... enge Schluchten, halb im Wasser, alte Steinlawinen hoch und wieder runter, über Flüsse, ... und das so schnell wie möglich... woher auch immer ich die Reserven hatte... vielleicht hätten wir eifnach beide durchfeiern müssen =)



(und immer noch durch Mondlangschaften laufen, Steinschläge rauf und runter,... und es wird immer kälter und dunkler...)



(im Vorbeigehen noch den sonnenuntergangsgeröteten Piton getrachtet, und endlich, bei den letzten Sonnenstrahlen halb verfroren in Marla eingelaufen... dort im Dunken einfach nur noch Zelt aufgebaut, und ein bisschen Charettewärme angetrunken... und ab ins kalte, nasse Zelt - denn meinen Pulli hatte ich auf dem Hinweg verloren... Ich fühle mit euch mit daheim - denn hier dürften wir ähnliche Temperaturen gehabt haben...)

Donnerstag, 27. März 2008

Mal wieder ein Erasmüsstrandtag...

Nach einem mal wieder etwas ausgearteten Feierabendcharettchen am Gabier, mal wieder einfach nur faul am Strand liegen... leider mit ganz viel Wind, ganz viel Wellen in der Lagune, und somit ganz viel Sand in den Haaren und in der Kamera, aber trotzdem: hartes Erasmüsleben, aber wunderschön!


(1. Filaos, 2. mein tolles Strandtuch nach fünf Minuten Sandsturm, 3. neue Warnungen auf Bierflaschen... )



(1. Sandwellen, 2. Lagune mit Wellen, 3. Qualle... aber doch keine Würfelqualle, Entwarnung)


Und jetzt noch gaaaanz viel packen, zur Noir-et-Blanc-Party gehen und dann um fünf raus um vier Tage dauerzuwandern... gaanz viele To-Do-Listen-Punkte abhaken... ;)

Dienstag, 25. März 2008

Freizeitstress

Ein lieber Zyklon hat mir mal wieder meine Urwaldwanderung zunichte gemacht und bringt mich somit in immer größeren Freizeitstress... schließlich muss ja trotzdem irgendwie alles auf dieser Insel geschafft werden!
Als Ersatz ging es dafür nachmittags noch kurz zu den Trois Bassins... an einem Feiertag auch nur eine mittelgute Idee... der Wasserfall war zwar wie immer genial schön, und diesmal hab ich mich sogar getraut reinzuspringen, aber dass soviele Menschen dort überhaupt Platz finden könnten, hätte ich nie gdacht...
Auf dem Rückweg haben wir dann noch einen Pimentbaum (also zumindest heißt der Strauch auf Französisch "Baum") gefunden und einmal vier "photo pour maman" gemacht... =)




Abends war eigentlich ein gemütlicher Filmabend angeplant, welcher allerdings erstmal aufgrund sehr zahlreicher Ratschgäste auf meinem Balkon immer weiter hinausgeschoben wurde und letztendlich dank Naims Mut vollkommen abgesagt wurde. Stattdessen gab es allerdings eine neue Haarschneideparty am Gabier, ein paar weitere Haarschneidepläne, viel Spaß, viele verlorene Haarlöckchen und ein paar Haarschneide- und Frisierpläne für das nächste Wochenende... =)



(1. noch sind die Haare lang, 2. alle schauen gespannt zu, eigentlich fast besser als so ein Frisörspiegel, 3. Zwischensufe: Vokuhila =), 4. weitere Haarschneidepläne...: Rox versucht Jef die Haare zu rasieren... aufgrund leerer Batterien wurde dieser Plan allerdings sowohl für Jef als auch Claire und Charles auf nächste Woche verlegt... ebenso wie ein paar Topfschnitte für unsere Mützenträger und naja... bei mir ist irgendwie auch schon wieder kein Schnitt zu sehen... aber immerhin dem Rasierplan hab ich mich schon erfolgreich widersetzt; keine Angst! =)

Sonntag, 23. März 2008

Zum Sonnenuntergang los zum illegalen Rave im Zuckerrohlfeld und zum Sonnenaufgang wieder zurück...

Ausschlafen, nachmittags mal Internet verleihen, irgendwann Sachen packen, gemütlich losgehen... und mit ein paar Busverspätungen um sieben am Strand eintreffen... das ist ein Erasmustag. Aber der Strand diente schließlich nur als Umkleidekabine, denn kurz darauf ging es weiter nach Pierrefonds, wo wir zu Glück auf die Quebecer und Boris gestossen sind; denn ohne sie hätten wir den Veranstaltungsort unseres Abendprogramms nie gefunden...: wie im schlechten Horrorfilm ging es für die Erasmustruppe irgendwann einfach auf einem kleinen Feldweg zwischen hohem Zuckerrohr ins Dunkel hinein. Auf dem Weg liegengebliebene Autos, immer wieder verschwundenene Gruppenmitgleider, im Hintergrund ein gruseliger Bass zu hören... doch trotz der spannungsaufbauenden Anfangsszene kamen wir alle heil an... leichter Nieselregen, unter Palmen, in einer alten Baracke... tanzen im tropischen Regen - aber erstmal noch drei Stunden gemütlich machen, denn die Party fängt nicht um neun Uhr abends an, wenn die letzten Busse ankommen, sondern erst gegen Mitternacht. Aber nicht schlimm, denn von da bis morgens um fünf haben wir uns nonstop so high getanzt, wie das andere nur mit Hilfe kleiner lachender Gesichter schaffen... und obwoohl neun Stunden das gleiche "Lied" lief und es eher Techno- als Drum'n'Base-lastig war, war es einfach nur dringend nötig und absolut genial, endlich mal wieder eine Nacht durchzutanzen!



(1. Flo, das Geburtstagskind und der Hnadyjunkie, 2. Sonnenuntergang auf dem Hinweg, 3. Selbstversuche zur richtigen Fotomodusfindung)




(1. manche Selbstversuche übersteigen dann allerdinsg meinen Verstand, 2. tanzentanzentanzen, 3. einmal schreien fürs Bild: Jean-Francois et Flo)




(1. und 2. ich bin ein kleiner Tanzbär...., 3. so, und jetzt gucken wir mal lieb - so die Anweisung)




(1. einmal schreien fürs Bild: Ina, 2. durchnässt im Regen tanzen... Luc, mi et Jean-Francois, 3. Flo et moi)




(1. dancing in the rain, 2. und nochmal, samt Weihnachtsbühne und Leinwand im Hintergrund, 3. Naim et le rest)



(1. Maude, Pascale et Simon, 2. moi et Simon, Mélanie et Christophe, 3. Schreien fürs Foto: Naim et Flo)



(1. Christope und das grüne Licht, 2. eines von Flos 50 Selbstporträts auf meiner Kamera, 3. Christophe et Pascale, die Weihnachtsbühne und das rosa Licht...)



(1. Partymodus! Naim, Simon et J.-F., 2. Maude, 3. moi, J.-F., Melanie et Christophe, und weiter hinten noch mehr...)


(und so sah das ganze Hinterher aus... pennen im Auto, an der Bushalte und im Bus... und jetzt im Bett, aber davon gibts keine Fotos.. ;)

Freitag, 21. März 2008

Tour des Roches et Marché de St. Paul

Morgens erstmal zum CROUS und spontan erfahren, dass ich somit genau am letztmöglichen Tag meine Kündigung für das Zimmer eingereicht habe. Puh! 140 Euro gespart!

Dann auf nach St.Paul, mit einigen Busverzögerungen, gegen elf angekommen, irgendwie zum Ausgangspunkt meiner Wanderung gelangt, und durch viele viele Zuckererohrfelder, etwas Sumpfgebiet, auf einen Berg und zwischen Bächen auf einer geteerten Strasse in bloßen FlipFlips gewandert. Schön war's, auch wenn ich weder den See wirklich sehen konnte, noch die im Reiseführer so wunderschön fotografierte Stelle finden konnte...



(los gehts... immer der kleinen Strasse entlang... zwischendrin freier Blick auf den mittlerweile versumpften, aber sehr schönen Etang de St.Paul)




(nach circa einer halben Stunde ein nicht im Reiseführer vermerktes verlockend großes Schild: Bassin vital... vitalisierend war nur der emtrem steile Weg, ohne Badesachen und mit vielen anderen zusammen das Becken selbst eher weniger... dafür gab es eine geniale Aussicht und schönen Bambus zu sehen)




(der Weg... mal nach rechts, mal nach links wunderschön, manchmal eine Palmenallee, manchmal unglaublich steil - zumal in FlipFlops)




(nächse Station: das alte Mühlrad, beliebter Badeort... und wunderbar klares Wasser, Papyrus, zugewachsene Bäume und Sträucher, Blüten, ...)




(und nochmal Papyrus und Mühlrad... weils so schön war...)




(und ab ins Sumpfgebiet... teilweise mit Aussicht, immer aber mit unglaublichem und unglaublich schönem Grün neben einem)




(der Weg im Sumpf, der vier Meter hohe Papyrus und nochmal die Aussicht
... und ein spontan nicht besuchtes Bassin Pidgin, das eigentlich auch noch zur Tour gehört hätte, aber nciht soo doll klang und ja schließlich durch ein anderes ersetzt wurde... =)


Und anschließend gings noch auf den Markt von St.Paul... Bonbon Millet, Samoussas Ananas et Coco, Piment, ganz viele schöne Mitbringsel für euch alle, ein Armband, Ohrringe und einen Muschelring für mich, leider doch kein Kleid, dafür aber spontan das Dodo-sportif-Tee-Shirt gefunden und von der To-Do-Liste gestrichen...

Alles in allem sehr erfolgreicher Tag. Vor allem, wenn man ihn bei den Klängen von einer Gitarre, mit einem Wein in der Hand, den Füßen auf einem an der Wand lehnenden Surfbrett, im Kerzenschein, neben sich Rosen in einer Charetteflasche auf Französisch Revue passieren lassen kann, und dann noch gemütlich auf eine Party gehen kann... =)
Mi èm vi Erasmüs!

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La soirée est fini... à cinq heures et demi... avec du vin rouge sur mon lit, du pain partout dans ma chambre, la musique, les discussions, la di la fé, et tt ca. On a bien rigolé, mais on était et est encore vraiement saoul... Mais quand même... Demain une pti rando? La plage? C#est la vie... etonnant!

Donnerstag, 20. März 2008

Sieben Stunden, sieben Euro, ein Tee-Shirt

Sieben Stunden waren wir unterwegs, um dann sieben Euro in ein paar Minuten zu verprassen...
Wenn sich alle Punkte auf meiner To-Do-Liste so schwer erweisen, muss ich wohl doch noch etwas Zeit dranhängen...
Erst war der Laden nicht bei der Brauerei, sondern bei der Firma, die allerdings am anderen Ende der Stadt wie die Brauerei. Dorthin schafften wir es vor der Mittagspause nicht mehr, also haben wir gechillt auf einen Bus gewartet. Der hat dann allerdings gar nicht bei der geplanten Kirche gehalten, sondern uns mal komplett nach La Montagne mitgenommen. Irgendwann hat uns der gleiche Bus dann wieder mit rutner genommen und wir haben durch einen erspähten Dodo-Lastwagen mit ein paar Irrungen und Wirrungen doch noch den Weg zum Maison de la bière Dodo gefunden... und ein ganz eigenes Dodo-T-Shirt erstanden!

Da das ganze eigentlich etwas kürzer angeplant war, und ich gestern angesichts des endlich wieder funktionierenden Internets so lange gemacht hab, dass ich es heute erst zehn Minuten vor Abfahrt aufzustehen geschafft habe, hat meine Kamera leider nicht den Weg in meine Tasche gefunden... was soviel heißt wie: wer die Brauerei und die Firma, den wundervollen Blick über St. Denis aus den Bergen und die niedlichen Kreolhütten in La Montagne sehen will... sollte sich selbst auf die Suche nach einem einzigartig coolen T-Shirt machen... sehenswerte sieben Stunden und ein T-Shirt, das eine Geschichte hat und hart umkämpft wurde =)

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Dienstag, 18. März 2008

Pointe de la Table et Route des Laves... eine Wanderung auf Spitzen (Steinen)

Frühfrühmorgens ging es los, vier Stunden auf abenteuerlichen Wegen in den Süden, halbverschlafen aus dem Bus, und das gleiche zurück... und das für eine gute Stunde Wanderung... irre!

Aber gelohnt hat es sich: eine gute Stunde über, durch und unter Lava, viel Schönes gesehen und viel gelernt auf diesem Lavalehrpfad...



(1. Lava in allen Farben, 2. Vacoa-und Filaoswald, 3. neugewonnene Landfläche dank Vulkanausbruch...)




(1. la lave pahoehoe, hawaiianischer Wortursprung. Stammt von einem Ausruch von 1976, entsteht aus flüssiger Lava von circa 1100 bis 1200 °C, 2. trotzdem schön wieder sehr sehr grün bewachsen, 3. les orgues basaltiques, "zeitgenössische Kunst", wenn man der wissenschaftichen Meinung in dieser Hinsicht Glauben schenken darf... =)



(1. noch mehr lave pahoehoe, 2. der Namensgeber des Startpunkts: le puits d'Arabe. angeblich von arabischen Seefahrern gebudelter Brunnen mit verschütteter Süßwasserquelle... wenig sehenswert..., 3. Lava und Meer... was werd ich es vermissen... fast so toll wie wolkengucken!)




(1., 2. und 4. Risse Risse Risse... und ich kann nicht genug davon bekommen, 3. "blub"?)



(1. Lavafluß von oben, 2. kaputter Vacoa, sonst aber viel Grün auf der Lava, 3. neugewonnene Landfläche: Pointe de la Table. Vulkanausbruch 1986, innerhalb weniger Tage vergrößerte sich die Insel hier um 25 ha, also auf einer Küstenstrecke von 1,5 km um bis zu 200 Metern ins Meer hinaus)



(1. wenigstens der Straßenbaustoff ist bei dem Auotverbruach hier billig gegeben, 2. Lava! Farben! Unglaublich, immer wieder...., 3. auch farbig, auch lustig, auch schön, 4. eine kleine Lavastrasse)



(1. und 2. Lavafluss la rivière du feu, floss hier von 23. bis 29. März 1986... ist verdammt breit, und sieht verdammt unglaublich aus. Und könnte dieses Jahr ruhig erneuert werden =), 3. früher dachte ich ja, Lava ist so heiß, die fließt einfach immer grade aus den Berg runter... Nix da... die lustigsten Serpentinen darf man da abwandern... immerhin gibt es aber keine widernatürlichen Flußbegradigungen, die nur noch mehr Unheil anrichten...)



(1. Lavastroß der zum Fluß wird, aufgeplatzter Lavaarm, 3. der Lavafluss, 4. nochmal aufgeplatzt)



(1. und 2. Lavafluss, vorne im Wasserfall mündend, 3. Pointe de la Table)



(1. ein bisschen mulmig ist einem ja schon, wenn man weiß, dass man grade auf einen teilweise aufgeplatzten Lavatunnel läuft, 2. und nochmal: Lavafluss, 3. die Cascade de Lave von oben... immerhin mal ein etwas anderer Wasserfall... =)


(1. kunterbunte Lava, 2. und 3.: die Cascade de Lave, unspektakulär klein, spektakulär farbig und musterträchtig)



(1. und 4: Fluß unter dem Wasserfall, 2. und 3. der Wasserfall von innen...)



(und nochmal bunte Lava und lave pahoehoe... einfach, weils so schön ist... ein bunter schwarzweißblog heute...)


Und auf dem Heimweg, weils so schön ist, nochmal an der Route des Laves Halt gemacht. Die haben da grad etwas Probleme.... Teile der Straße sind schon wieder gesperrt, aufgerissen, verschoben, überall stinkt es erbärmlich... aber aussehen tut es, als ob der Vulkan grade erst ausgebrochen wäre!


(von wo aus hat Klein-Ina wohl Fotos gemacht...?=)




Zu guter Letzt... der Osten: er wird mir echt fehlen! Lava, eingewachsene Bäume, Car Jaunes, Zuckerrohr und Bambus... kann man ohne leben? Wenn nicht, brauch ich gaaanz viel Geld, damit ich mir genug Wandfläche für ein jahr Réunionfeelingfotos leisten kann! =)





Und sonst so?
Ja, nicht viel. Gestern natürlich stilecht mit einem Kleeblatt auf der Backe schlafen gegangen, davor ein bisschen irischen Sitztanz gewagt - für alles andere war es in der Kneipe zu heiß und am Gabier zu spät, lauter Franzosen kennengelernt, mir meine Seeigelstacheln endlich aus dem Fuß operiert udn dann noch so lang mit Nico auf dem Balkon eben dies gefeiert, dass ich heut morgen doch ziemlich unausgeschlafen zum Tauchen erschienen bin...
Aber was soll man machen, wenn man...
... einen kleinen Seeigelstachel
... einen 3-mm-Seeigelstachel
... einen 6-mm-Seeigelstachel
... und
... einen 9-mm-Seeigelstachel aus seinem Fuß operiert hat und sich nur fragt, wie man tatsächlich tagelang au diesen senkrecht drinsteckenden Dingern laufen konnte... =)

Sonntag, 16. März 2008

La semaine...

Am Montag habe ich erstmal ausgiebig die Errungenschafften des Internets genutzt, eigentlich schon fast meinen Rückflug asgesucht, nur um dann im Laufe der Woche festzustellen, dass die AirFranceSeite seitdem einen Deffekt aufweist und mich keine Flüge mehr aussuchen lässt... Tja... noch ein bisschen warten, und davor geht es wohl nach Mada im Mai... blöderweise verbleiben mir somit nur noch eineinhalb Monate hier... ein wahrer Schock!
Der zweite Schock war die erste Kakerlake in meinem Bad. Also die erste große. Also eigentlich war es schon ok. Ich hab sie samt dem Topf auf dem sie saß aus der Dusche gestellt, und geduscht. Blöderweise hat sie sich währenddessen in dem Topf ertränkt. Das war schockierend, vor allem dank Flos Kommentar: „Die wird wohl deinen Anblick nicht ertragen haben“...


Am Dienstag sind wirklich früh aufgestanden, um ein paar Delphine u sehen. Leider war es wohl nicht der optimale Tag, um Delphine zu sehen, aber nachdem ein paar andere Erasmusleute am Tag zuvor ungefähr doppelt so viele Delphine gesehen haben wollen, wie offiziell überhaupt hier leben, waren die wohl einfach nur zu fertig nach dieser offensichtlichen Familienfeier, dass sie sich nicht von der dicken Frau filmen lassen wollten, die stattdessen einfach im Zehnminutenwechsel das Meer, ein nassgespritztes Paar und die Küste gefilmt hat. Zwweieinhalb Stunden versperrte Sicht und zweieinhalb Stunden Langeweile für arme Daheimgebliebene. Dafür gabs dank netter Tischnachbarn abere wenigstens ein doch auch für Erasmusstudenten sättigendes Frühstück und einen blebenden Eindruck beim Bordpersonal angesichts unseres Croissants- und Punchverzehrs...



(1. eine Ravine... so zerfurcht ist die Küste hier alle paar Kilometer, und vom Meer aus kann ich das auch euch mal bildlich vernünftig zeigen...)




(2. na, na, na, kann nochmal jemand sooo ausgiebig gähnen, wenn es keine Delphine gibt?)


Anschließend ein bisschen Shopping beim Pardon!-Teufelchen, Souvenirshopping für Karin und die Einsicht, dass wohl auch Franzosen keine bessere Meinung von den geistigen Fähigkeiten blonder Frauen haben als deutsche Witzeerfinder – imerhin verkaufen sie diese Tee-Shirts auch noch für schlappe 25 Euro.... Anschließend so langes Schnorcheln am Strand, bis wir den halben Weg zum Riff zurückgelegt hatten – nur um dann endlich doch einzusehen, dass es hier einfach weniger Korallen und Fische gibt als auf Mayotte... Und eine Rückkehr nach Hause mit einem Perierr-Tablett in der Tasche. Irgendwie doch sehr erfolgreich, der Tag. Vor allem weil es abends noch ehct Gnocchi gab und eine weitere Fuck-da-CROUS-Party...


Den Mittwoch verbrachte ich dank einer typisch réunionesischen Hitzeerkrankung gleich mal im Bett... Eigentlich der einzige Tag der Woche, den ich in der Uni hätte verbringen müssen. Denn wir hatten Semaine Sportife... das heißt, wir waren von allem Kursen offiziell befreit, und den einzigen Kurs, den ich hätte besuchen müssen, hab ich dank meines spontanen Fieber-Kopfweh-Schwindel-Anfall dann auch nicht besucht. Allerdings ist auch die Oganisation der Sportwoche etwas an uns vorbeigezogen, weshalb wir hauptsächlich als Zuschauer aktiv waren, und im Pool geplanscht haben, statt und wirklich aktiv zu beteiligen.


Donnerstag gings mal wieder ohne Auto zum Strand surfen. Ferien sind doof! Nachdem der Strand schon überfüllt war, war es diesmal auch das Wasser. Surfen mit Abenteuerzusatz. Der bestand bei mir dann allerdings doch nicht in extremen Frust wegen der viel zu schnellen Kinder oder einem Überfahrunfall, sondern lediglich in einem ufgeschrammten Knie, zwei genialen Surfwellen und einem Sturz mit der halben Fußfläche auf einen rießigen Seeigel, der mir eine ganze Menge roter Flecken, leicht zu entfernender Stacheln – abere unter dem Ballen auch ein paar nicht zu entfernende schmerzende Stacheln eingebracht hat. Und eine Humpelpartie mitsamt Brett zurück zum Strand, zum Bus und nach Hause. Da haben immerhin vier Franzosen ihren Spaß gehabt als ich immer wieder vor Schmerz laut aufgeschriebn habe, während sie versucht haben, mir diesen Rest zu entfernen. Erfolglos. Also doch rauseitern? Ah!

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(1. wenig eindrucksvolles Foto von einem wirklich schmerzenden Fuß..., 2. das spontan am Postkartenstand gefundene Beweisfoto für Isa... selbst Passionsfrüchte in Rot heißen hier manchmal Granadelle)



Freitag morgen kamen dann auch schon Karins Koffer in mein Zimmer. Dann ging das Gerenne los, Internet, einkaufen, vollbepackt zum Bus, etc. Zuerst ging es nach St. Gilles, weil wir dank der nicht vorhandenen Delphine am Dienstag eine weitere Fahrt gewonnen hatten. Mit drei Samoussas, drei Gläsern Punsch, keinen Delphinen, einem mittelmäßigen Sonnenn untergang und Sega aus der Buchse.



(1. eine sehr unglücklich gewählte Stelle, um die Errungenschaften eines Glasbodenbootes zu veranschaulichen, 2. und 3. der Teil vom Sonnenuntergang, der noch zu sehen war, ebenso unten...)





Lustig war es dennoch, vor allem weil wir leicht angeheitert das Schiff verliesen und die Fähigkeiten eines Spiegels beim angrenzenden deutschsprechenden russischen Pizzabudenbesitzer entdeckten.



(Karin, Netti und ich)


Und ab zum Strand nach Boucan! Wenn man einen Abschied wenigstens richtig feiert, sind sie auch was schönes! Also: Dodo et Charette, Weihnachten zum trinken, neue Menschen und liebgewonnene Alte, Nachtbaden und Nacktbaden, Diskussionen und Blödsinnreden, Hängemattenabhängen und Schlafsacklager bauen, Kopfmassagen mit Spezialsandeffekt und schlafen auf fremden Füßen, feiern, tanzen, Fotos machen, Feuer gucken, Musik hören, schlecht singen, Spaß haben, ...



(1. Ann und Sanni, 2. Feuer, was auch immer wir da verbrannt haben, 3. Ann, Sanni und Katha, Abschiedsparty und Alkohol... so gehört sich das Vergessen...)




(1. We love hats, Katha, Leen und Dani, 2. Netti und Dimitri, mein Dauerschlafsackdieb, 3. andere verdrängen die Trauer anders...)




(1. on est triste que tu partes... Karin, Katha et Cédric, 2. Herzchenteelichtfeuer, 3. Hängematten sind toll! Naim et Lis)


...und das bis irgendwann ganz früh Samstag morgens, dann in den Schlafsack fallen, schlafen, nichts vom Regen merken, aufwachen, verschlafene Gesichter sehen, am Strand abhängen, und das Leben Toll finden!
Nur: gib nie ein paar verschlafenen Erasmusstudenten eine Tube Sonnenmilch... das gibt aus purer Faulheit, die Sonnencreme bei einem der regelmäßigen Meerbesuche wieder abzuwaschen dauerhafte Rot-Braun-Weiße Arschgeweihe oder Baummandalas... =)








Irgendwann mussten wir dann aber auch schon wieder zurück. Karin und Dani mussten noch Koffer packen, was essen, alle Bilder wollten zusammengesucht sein, alle lieben Leute verabschiedet, Stress und viel viel Rumgerenne - und das komplett übermüdet...

Letztendlich haben wir es dann aber doch alle rechtzeitig zum Fluhafen zum Überraschungs-Réunion-Verabschiedungspiquenique geschafft, und die beiden ins Flugzeug...

Und ich will gar nicht gehen... da fließen schon Tränen, wenn man nur liebgewonnene Menschen ins Flugzeug verabschiedet... Und wiederkommen wird hier nicht so einfach. Das wird ein endgültiger Abschied, von diesem très-proche-Erasmüs-Leben, der wunderschönen kleinen Insel, und vielem anderen... Wahrscheinlich wird das keine Sehnsucht und kein Fernweh nach sich ziehen, sondern ein echtes Heimweh, so ungern manche Menschen dieses Wort hören werden. Aber die U-Kurve bewahrheitet sich und wird in Deutschland fortgesetzt werden. Der wissenschaftlichen Beweisführung wegen...


Heute, Sonntag, macht mir das Wetter einen Strich durch die Organisation der verbleibenden knappen Zeit hier unten... Ein Zyklon. Nur im Osten, aber da wollten wir wandern gehen. Also sitze ich an der Bib, schreibe Blog, schlafe ein bisschen aus, schaue französische Filme um die Sprachkenntnisse zu verbessern, rede nicht nur aus diesem Grund stundenlang mit Nico auf dem Balkon über Gott und die Welt, räume nach zwei Tagen geteilten Zimmer mal wieder auf, geh kochen, denn ohne Gesellschaft fühlt man sich nach einem Erasmüsleben ziemlich einsam, und lese wieder und wieder Reise-und Wanderführer um die Zeit um Uni und Surfen möglichst gut zu verplanen. Daheim brauch ich erstmal Urlaub. Aber was solls... =)
Und dann will ja auch für da schon wieder so viel organisiert sein...

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Ich korrigiere mich: AirFranceSeite geht wieder, ich bin nochmal heim, vollkommen durchnässt wieder hier angekommen und hab gebucht... mag manchem viel zu spät erscheinen, aber am 14.06. werde ich wieder deutschen Boden unter meinen Füßen haben... das sind meiner spontanen Rechnung nach noch circa 91 Tage... ziemlich wenig meines Erachtens, wenn auch dank leichter Preisunterschiede etwas mehr als ursprünglich gedacht. Wenn es allerdings noch nach Madagascar oder auf die Comoren gehen sollte... tja... dann wird die Planung zumindest für Réunion ziemlich knapp... also bitte bitte Daumen drücken, dass ich noch alles schaff, und euch nicht gleich wieder wegfliegen muss, weil ich eine tolle Wanderung oder gar einen Vulkanausbruch verpasst habe... =)

Dienstag, 11. März 2008

Grand Bénare

Nachts um elf entscheiden, was man am nächsten Tag macht. Manchmal eine weniger gute Entscheidung mit guten Nebenwirkungen... Denn um vier Uhr morgens gings nach einer knappen Stunde Schlaf los. Zur Bushaltestelle, zur nächsten, schließlich zur Autobahn, die Bsse nehmen einen nicht mit, und sonst auch keiner. Aber in letzter Minute dann doch noch einer alle fünf auf einmal. Mit dem Bus gings nach St. Paul, wo morgens um sechs ein noch geschlossener Bäcker nicht nein sagen konnte, als fünf verschlafene Mädels grinsend auf seiner Ladentheke hiengen und ihnen an der Hintertür dann doch backfrische Apfeltaschen, Kaffee und Tee verkauft hat. Mit dem nächsten Bus ging es dann auch gleich weiter, um gute 20000 Höhenmeter später bibbernd aus eben diesem wieder auszusteigen, und den Weg noch zum Maido nochmals in einem Kleintransporter abzukürzen...



(1. "Busfahrpläne" im Nirgendwo, 2. die fitte Wandertruppe, 3. seltsame Strassenschilder)


Oben angekommen erstmal eine noch bessere Aussicht als beim letzten Besuch. Sonnenaufgänge über den Wolken sind eben einfach nur schön...

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(2. sehr faszinierend, wie die ganzen Berge ihren Schatten werfen...)





Kurz darauf dann eine wunderschöne Sicht in den Cirque de Mafate. Eine Landschaft, die nicht mal ein Modelleisenbahnfreak sich so ausdenken könnte:

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(1. Roche Plate, 2. La Nouvelle, 3. Marla, dahinter Piton de Neiges und der Cirque de Cilaos)




(1. und 2. Blick Richtung Marla und auf den Piton, 3. und 4. der erste zu bezwingende Berg. Da dachten wir noch, dass es danach nur noch gleichmäßig leicht bergauf geht... tatsächlich waren wir halbtot, bis wir oben waren...)




(1. Ilet à Orangers, 2. Roche Plate, im Hintergrund der Col des Boeufs, 3. äh... wir haben erst hinterher das Schild gesehen... und auch die Spalte... aber dann waren wir vorsichtiger!)




(1. Mafate... links, der ferner rückende Maido, 2. und 3. der Piton des Neiges. Zum ersten Mal als wirklicher ehemaliger Vulkan erkennbar, rechts der Grand Bénard, dazwischen der Col de Taibit und dahinter der Cirque de Cilaos)




(noch motivierte Wandergruppe und der Piton mit langsam aufziehenden Wolken)




(1. das Ziel die ganze Zeit vor Augen und dennoch geht es nur auf und ab und es rückt nicht wirklich näher, 2. Wolken"lavine" in den Cilaos, 3. und noch immer das Ziel irgendwo vor Augen und nicht erreicht)



Bis zum Gipfel des zweithöchsten Bergs der Insel, und auch des indischen Ozeans, hatten wir leider keine freie Sicht mehr, sondern befanden uns mitten in einer Rießenwolke, die inenrhalb weniger Minuten aus den beiden Talkesseln aufgezogen sind uns uns samt unserem Wanderweg eingehüllt hatten. Aber die Höhensonne und das Mittagessen konnten wir trotz allem genießen! Wenn es auch mit Sachbeschädigung und seltsamen Gipfelkreuzkletteraktionen endete...


(1. mit etwas Sicht, wäre hier der Cilaos und nicht nur ab und an kleine Stücke davon und der Col de Taibit zu sehen... 2. aber bequem war der Gipfel!, 3. Wolkenwände von allen Seiten...)



(no comment...)



(wenig Sicht, aber geniale Wolken, und eine leichte Sachbeschädigung... muss auch mal sein...)


Nach einem kurzen Fastmittagsschläfchen geht es den vorzüglich ausgebauten Schlacken weg hochkonzentriert und mit langsam zitternden Beinen über lose Felsblöcke ein Stück zurück, um dann die Rückwegvariante über La Glacière einzuschlagen... Ein Hoch auf den Dumont, der nur diesen Weg angibt, den Grand Bénard jedoch nur in einem Nebensatz erwähnt...
Denn so eine Glacière, in der die guten alten Herrschaften ihre Sklaven Eis für Soiréen holen ließen sind eine nicht zu verachtende Touristenattraktion:


(Wasser, Höhlen, Absperrungen und viele leere Glasflschen... wer die wohl hier ochscleppt, um sie in ein zwei Meter tiefes Loch zu werfen?)


Viel interessanter war da doch die fantastische Vulkanpflanzenlandschaft und die immer wieder unheimlich kalt vorbeiwehenden Nebelschwaden...


(1. silbernes Vulkangewächs, 2. bunte Erde, 3. auch grün ist vorhanden, 4. ein Schlackenweg wie er leibt und lebt. Nach knapp 20 Kilometern doch recht anstrengend... sowohl für die vor Anstrengung zitternden Beine als auch für den etwas übermüdeten und überkonzentrierten Kopf)



(rau und grün, bunt und karg... Vulkane sind toll!)



(1. bunt am blühen, 2. viele viele Rottöne, 3. Bartflechten, wunderschöner faszinierender Naturschutz!)



(1. der Piton de la Glacière, 2. die Ebene, 3. der Piton de la Glacière fünf Minuten später)



(1. die Ebene, 2. Wolkenfront an der Küste von oben, 3. und nochmals die Ebene, 5,6 Kilometer fordern ein paar Bilder...)



(ein letztes Grün, ein letztes Mal Wolken von oben...)


Vollkommen geschafft ging es anschließend mit dem vorsichtigsten réunionesischen Fahrer überhaupt den ganzen Weg wieder runter, ab in den Bus, ab unter die Dusche, einmal Après-Soleil, ab ins Bett... das hatten wir uns verrdient... =)
Hart wars, aber die Aussicht hat sich trotz allem gelohnt! Réunions Wanderweege haben mich wieder! =)

Samstag, 8. März 2008

La semaine universitaire

Mein Stundenplan steht nun endlich fest, nachdem das Semester ja schon wieder halb rum ist: Dienstag: morgen ab und an tauchen, ab halb vier klettern, danach Cultures comparées bei M. Barrat bis circa sieben.
Mittwoch: von drei bis fünf FLE, von sechs bis acht Sociologie des Minorités.
Donnerstag: von drei bis fünf Erasmuskurs bei M. Barrat und Créolkurs bei M. Gauvin.
C’est tout!

Höhepunkt der Woche: zum ersten Mal seit meiner Ankunft hat ein Professor immerhin fast 10 Minuten über einen Soziologen und dessen Theorie gesprochen hat. Leider war die Anwendung auf das Beispiel danach noch immer nur den beiden Erasmusstudenten klar, die die Theorie bereits kannten...
Tiefpunkt: Die Erläuterungen Monsieur Livés zum deutschen Immigrationssystem, seine Ansicht, dass die Schwarzen in Amerika keine ethnische Minderheit sein können, weil es ja schließlich Schwarze in gesellschaftlich höheren Schichten gibt und nicht alle in Harlem wohnen – was ihn natürlich nicht davon abhält, eine dreiviertel Stunde später eben diese Bevölkerungsgruppe als bestes Beispiel für eine ethnische Minderheit heranzuziehen. Die Definition einern ethnischen Minderheit ist dagegen circa ein Blatt lang, aber auch nach einer Nachfrage verfügen wir als Quellenangabe nur das Buch, weder Seitenangabe noch Autor dieses Zitats. Der Höhepunkt war jedoch die Aussage, dass die Bambara – der afrikanische Stamm, dem die meisten fliegenden Armbandhändler der westlichen Welt entstammen, selbst an diesem Wirtschaftszweig schuld sind bzw. ihn eigentlich selbst so gewählt hatten; denn schließlich waren sie schon vor der Kolonisation dem Kapitalismus verfallen (schließlich haben sie ja bereits damals ihre Handarbeitserzeugnisse, vor allem eben Schmuck, mit den reisenden Indern und Arabern getauscht. Aus diesem Grund sind sie nicht etwa in eine Rolle gezwängt worden, sondern üben vollkommen freiwillig, weil eben dem Kapitalismus seit Jahrhunderten verfallen, diese Tätigkeit aus. Und es handelt sich hierbei um wörtliche Zitate!

Nachdem ich folglich in der Uni nicht viel neues gelernt hab, kann ich an dieser Stelle noch kurz anbringen, dass ich zumindest privat das fürchten gelehrt wurde. Erstens meinte so ein Mistviech von Ekelrießeninsekt Eier in meinem Zimmer ablegen zu müssen, und nachdem ich diese endlich – hoffentlich – alle entfernt hatte, und mich glücklich in mein Bett gelegt hatte... plötzlich ein großer schwarzer Schatten!
Die ekligsten Tiere überhaupt in diesem Land. Schwarze, gemusterte Rießenspringspinnen, die schneller laufen und springen als man manchmal überhaupt gucken kann, anscheinend auch auf Menschen springen, wenn sie angegriffen werden, aber wohl nicht giftig sind. Dafür haben sie rießige leuchtende Augen, und das ist ziemlich unheimlich. Also absolut eklig, und ein Grund auch ohne Spinnenphobie jeden nur erdenklichen Aufwand zu betreiben, um dieses Vieh wieder aus dem Zimmer zu bekommen. Aber ich hab es immerhin ohne fremde Hilfe geschafft...

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(1. auf meinem Fenster, leider kein guter Größenvergleich, aber wenigstens sieht man auch auf dem Fotos die fettenBeine und die Augen, 2. älteres Größenvergleichsfoto von einer eingefrorenen Spinne... Claire hat fotografiert, starke Jungs das Ding vorher gefangen, tiefgefroren, hindrapiert, und wieder eingefangen, denn tiefkühlen hilft bei sowas nicht...)

Donnerstag, 6. März 2008

Beschäftigungstherapie für kreative sowie mittellose Erasmusstudenten...

Claires Geburtstag. Und eine englische Pornoqueenpartyorganisatorin hat beschlossen, es gibt eine Mottoparty... Alle kommen als etwas, das mit "c" anfängt... Nun hat man natürlich nix da... Also seht das wundervoll kreative Ergebnis...
- wobei es von einigem keine Fotos gibt... die zwei schönsten Dinge, die mir dazu garde einfallen, waren Crevettes und ein Cyclon, der mit großen Wasserkanistern ausgestattet plötzlich über das "Festgelände" hinweggestürmt kam... nass aber witzig...

Also: sehet und staunet =)



(1. coraille, 2. chatte, 3. cascade, 4. clochard)




(1. camper, 2. carotte et citron, 3. clown triste, 4. cadeaux (cassé))



(1. caravanier, 2. chinoise, 3. chef du CROUS et CLAIR321, camper)



(1. cyclist mit voller getränkeausrüstung =) und ein car jaune, 2. conard =), 3 candystick, 4 charette!)


(1. caffar et cute, 2. César, Claire et Cléopatra, 3. Cléopatra, Cathrin, Claudia et CLAIR321)







(1. Chantalle, die französische Puffmuttertranse, an der wir zwei Stunden gearbeitet haben, 2. Car Jaune, 3. Canard, 4. Cowboy et Cowgirl)




(1. Charles et Chikungunja, 2. chat, 3. cré, 4. cadeaux)


Na... was man nicht alles aus ganz wenig machen kann... Schön wars!

Dienstag, 4. März 2008

Tauchen... so ist es wohl...

... morgens früh raus, mit dem Bus in die Stadt, mit dem Car Jaune nach Le Port, zum Hafen laufen, über Absperrungen steigen, steile Treppen hinuntertorkeln, sich eincremen, in komisches Gewand zwängen, das laut Innenaufschrift nciht gegen Kälte schützt, seltsame Schläuche an eine Flasche schrauben, sich den Rücken zerkratzen und de Füße verbrennen, wenn man dieses Ding zum Boot wuchten, versuchen, auf möglichst unelegante Weise damit ins Boot zu steigen, über Wellen gleiten, irgendwann auf ebenso unelegante Weise mit Rießenfüßen ins Wasser fallen, untergehen, nach Mayotte entäuschend tote Korallen und wenig Fische sehen, trotzdem irgendwie schön finden, das Geräusch bewundert, das Luft in einigen Metern Tiefe macht, wenn sie aus dem Ohr entweicht, mit dem Tauchlehrer Händchen halten, lustige Übungen machen, während man auf Korallen in 10 Metern Tiefe steht, Purzelbäume und Pirouetten im Wasser üben, weitertauchen, auftauchen, untertauchen, einen trockenen Mund bekommen, wieder das lustige Geräusch hören, und immer wieder, wieder Fische gucken, wieder ganz langsam auftauchen, alle Teile seiner Ausrüstung suchen und finden lernen, wieder auftauchen, Ohrenschmerzen haben, gähnen, auf äußerst unelegante Weise wieder in das Boot klettern, endlich das schwere Ding ausziehen, was trinken, heimfahren, alles waschen, sich aus dem uneleganten Ding schälen und die eigenen und fremden dunkelbraunen, teilweise auch roten Strapse bewundern, was essen, nach St. Denis zurückfahren, schlafen wollen, trotzdem zur Uni gehen, abends feiern, dann irgendwann schlafen. Vollkommen fertig...

Wird hier nicht mein Lieblingssport, wenn auch nur, weil ich zuvor Mayotte bewundern durfte... Aber gewisse Menschen wird es dennoch beruhigen, dass ich nur die für den billigen und vielleicht irgendwann doch noch mal nützlichen Schein nötigen Stunden nehmen werde, auch wenn ich von dem gesparten Geld vielleicht irgendwann nochmal nach Mayotte zum schnorcheln, vielleicht dann auch tauchen fliege... =)

I begin to like Mondays...

Gut, morgens um acht fertig dazustehen ist hart... aber man muss ja auch dafür mit etwas Übung nur um zehn vor acht aufstehen...
Und dann ausnahmsweise mit dem Auto zum Strand, Surfbrett auspacken, am Strand schlafen, ins Wasser springen...
... und zugegebenermaßen nicht den perfekten Tag erwischen...: mehrere Seeigel verloren Stacheln - unter anderem an meinen Fuß -, mehrere Steine waren etwas agressiv, und eine Platzwunde an einer Lippe wurde mit Fanta gekühlt und unvernäht wieder ans Salzwasser gelassen. Aber keine Angst...: meine Zähne sind noch immer ganz, meine Lippen und Knochen ebenso...



(1. wo ist das Mütter beunruhigende Detail?. 2. bonne dodo à la plage, 3. Blick nach oben...)




(1. Ich bin echt blond! Selbst nach nur einer Woche Mayotte haben Menschen den neuen blonderen Unterschied gesehen, 2. Guten Morgen Sonnenschein, 3. schöne Strandlektüre!)




(1. und 3. Salz auf meiner Haut (na, wer hat's verstanden... =), 2. Fertige Menschen, Klamotten und Bretter nach einem harten Tag...)

Dann nach Hause, duschen, zum einkaufen aufraffen, lecker kochen, lecker essen, voll zum Gabier rollen und Wiedereinweihungsparty feiern! Der ist jetzt nämlich behindertengerecht. Was den allabendlichen Erasmüsgelagen vor allem dahingehend zugute kommt, dass wir mehr Sitzplatz haben und nicht mehr von der eigentlich an der Stelle schon vorhandenen Rampe abrutschen können...

Dann halbwegs früh ins Bett, schließlich muss man Dienstag schon um sieben fertig dastehen, wenn man tauchen gehen will...

Sonntag, 2. März 2008

Die Wunder der Mathematik....

Die Frage war, wie lang bin ich noch hier?

- ein Vierteljahr?
- drei Monate?
- 12 Wochen?
- weniger als 100 Tage?
- 84 Tage?

Krasse Rechnung... seltsam, was Worte bewirken können...

Jedenfalls muss ich mich jetzt echt beeilen, alles zu schaffen, was ich noch machen will, nachdem ich nciht etwa noch ein Vierteljahr hab, sondern nur noch weniger als hundert Tage!!